Quo vadis Web 2.0

So langsam tritt ein Sättigungsgefühl im Web 2.0 ein. Das kann überraschen, muss aber nicht. Und es gibt (mindestens) zwei Möglichkeiten, das Phänomen zu betrachten. Entweder tatsächlich als Ausdruck eines sinkenden Interesses an der Interaktivität des Netzes oder als bloß relativen Rückgang von Aktivität. Aber der Reihe nach.

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Street View und der Datenschutz

Dass ich gerade im Blog des Liberalen Instituts, das übrigens zu den führenden Think Tanks weltweit gezählt wird, lesen muss, Googles Kartendienst Street View sei keine Angelegenheit für den Datenschutz, das hat mich schon sehr gewundert. Dabei begann der Artikel doch nach dem reißerischen Titel „Street View ist kein Fall für den Datenschutz“ so hoffnungsvoll mit dem Hinweis, „So sieht es auf jeden Fall der SPIEGEL-Redakteur Thomas Darnstädt.“ Leider sieht das  offenbar auch Herr Bökenkamp vom LI so. Wieso er damit nicht allein ist, möchte ich im folgenden* aufklären.
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Die Bahn macht mobil

Dass Bahn-Bashing mittlerweile zum guten Ton gehört, hindert die Bahn offensichtlich nicht, weiterhin nichts an ihrer Informationspolitik zu ändern, zum Beispiel dadurch, erst einmal eine zu etablieren.

Als ich am Donnerstagabend in Hannover auf einen ICE nach Hamburg wartete, fuhr gerade ein ICE aus Basel (mit 20 Minuten Verspätung) ab, gefolgt von einem IC, ebenfalls auf dem Weg an die Elbe. Beide Züge konnte ich nicht nehmen, Weiterlesen

2 Paar Schuhe

Oder warum es gute Gründe gibt, Partei und Stiftung getrennt zu denken

Zunächst sei knapp der Hintergrund umrissen, vor dem dieser Artikel* entstanden ist. Einhergehend mit personellen Veränderungen innerhalb der Stiftung und einer Aktualisierung des Leistungsberichtes, entwickelte sich innerhalb der Stipendiatenschaft eine angeregte, bisweilen erregte Diskussion, die kurz zusammenzufassen ich mich im folgenden bemühen werde, um schließlich Weiterlesen

Offener Brief

Anfang letzter Woche (08.06.) habe ich einen Offenen Brief (PDF, 85,62 kb) an unsere Bundestagsfraktion, im Einzelnen an die aus unseren Reihen kommenden Christine Aschenberg-Dugnus und Sebastian Blumenthal verfasst, verbunden mit der Bitte, diesen Brief – zumindest aber sein credo – in die Bundestagsfraktion zu tragen.
An dieser Stelle der Offene Brief im Wortlaut:

Auf Vorrat

Es ist ein guter Tag für Liberale, sagen die einen (die sich wenigstens heute auch einig zeigen), es ist ein guter Tag für die Bürgerrechte sagen die anderen, es ist ein guter Tag für Kriminelle, wettert unbeirrt der BDK. Nein, BDK steht nicht für Bund Deutscher Krimineller, wie die Äußerung vielleicht hätte mutmaßen lassen können, wenn man es nicht besser wüsste.

Nun, welchen Namen man dem Kind auch gibt: Die Vorratsdatenspeicherung wird’s, zumindest wenn es nach der CDU geht, auch weiterhin geben, allerdings Weiterlesen

Meine Daten sind sicher – ich bin ja nicht bei Facebook…

Wen die Diskussion um informationelle Selbstbestimmung bislang ungerührt gelassen hat, der wird sich durch diesen Artikel von Friederike Haupt in der F.A.Z. irritiert fühlen. Denn wer sich bislang sicher wähnte, weil er soziale Netzwerke wie Facebook, StudiVZ/meinVZ, XING usf. konsequent mied, der wird nun feststellen müssen, dass auch dies nicht davor schützt, dass personenbezogene Daten gesammelt werden. Denn Facebook wertet auch Daten aus von denjenigen Personen, die gar nicht bei Facebook angemeldet sind. Dazu mehr in o.g. Artikel. Übrigens: Ein Widerspruch ist hier auf der Seite von Facebook möglich.

Was bislang stets nach Science-Fiction oder nach grellen Warnschreien übereifriger Datenschützer klang, das ist nunmehr Realität. Ob aus Bequemlichkeit oder schlicht Naivität,
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